Wohnimmobilienpreisservice Berlin 2026
Der Berliner Immobilienmarkt zeigt sich in den ersten drei Quartalen 2026 beständig. Die Kauffallzahlen haben bei Eigentumswohnungen spürbar um 5 % zugenommen. Die Nachfrage übertrifft immer noch das Angebot, wenngleich Käufer vermehrt die Eigenschaften (Lage, Ausstattung und Modernisierungszustand) einer Immobilie kritischer unter die Lupe nehmen.
Andreas Habath, Projektleiter Preisservice 2026
Beständiger Kaufmarkt, steigende Mietbelastung
Der IVD hat seinen Wohnimmobilienpreisservice Berlin 2026 veröffentlicht. Er zeigt: Der Markt für Einfamilienhäuser ist trotz steigender energetischer Anforderungen und hoher Bau- und Modernisierungskosten robust. Bei den unbebauten Grundstücken des individuellen Wohnungsbaus gab es nach über drei Jahren wieder ein Transaktionsplus von 3 %. Der Mietwohnungsmarkt bleibt durch die große Nachfrage bei niedriger Neubautätigkeit dynamisch.
Die zentralen Ergebnisse im Überblick
- Die Anzahl der Transaktionen war 2026 gegenüber 2025 nahezu konstant. Bei Eigentumswohnungen wurden bis Q3/2026 ca. 5 % mehr Kauffälle registriert als im Vorjahreszeitraum.
- Eine Eigentumswohnung kostet in Berlin durchschnittlich rd. 5.490 €/m² (bezugsfrei) bzw. rd. 3.860 €/m² (vermietet). Vermietete Wohnungen sind damit rd. 28 % günstiger als bezugsfreie (Vorjahr: rd. 24 %). Am teuersten ist die City-Ost mit durchschnittlich 6.540 €/m², am günstigsten Spandau mit rd. 3.290 €/m².
- Ein Einfamilienhaus kostet durchschnittlich rd. 5.360 €/m² (Vorjahr: 5.550 €/m²). Häuser in guten und sehr guten Wohnlagen kosten rd. 47 % mehr als in einfachen und mittleren Lagen.
- Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kaufpreise für Einfamilienhäuser in Q3/2026 um rd. 2 % zurückgegangen, die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um durchschnittlich 1 %.
- Die ortsübliche Vergleichsmiete beträgt in Gesamt-Berlin 10,61 €/m² (Vorjahr: 9,56 €/m²), ein Plus von 11 %. Am teuersten wohnt es sich in der City mit 12,55 €/m² (West) bzw. 13,33 €/m² (Ost), am günstigsten in Spandau (8,25 €/m²) und den östlichen Bezirken (8,20 €/m²).
- Steigende Betriebskosten, insbesondere Energiekosten, Grundsteuer und CO2-Umlage, erhöhen die Gesamtmietbelastung weiter.
Datenbasis und Methodik
Der IVD hat 321 abgeschlossene Kauffälle seiner Marktberichterstatter ausgewertet und 2.186 Abfragen aus dem Immobilienpreis-Info des Gutachterausschusses Berlin ergänzt. Diese Daten repräsentieren ca. 23 % aller Transaktionen in den ausgewerteten Segmenten bis Q3/2026. Die ortsübliche Vergleichsmiete wurde anhand des Berliner Mietspiegels 2026, des BBU-Marktmonitors 2025 und von 587 mitgeteilten Mietverhältnissen berechnet. Die Ergebnisse sind nach sieben Bezirksgruppen aufbereitet, die 23 Altbezirke sind darin zusammengefasst.
Der IVD Wohnimmobilienpreisservice Berlin 2025 ist bewusst so aufgebaut, dass Immobilienprofis ihn in der Praxis verwenden können: zur Kundenberatung, für Preisargumentationen, Bewertungseinordnungen, Vermarktungsstrategien und zur Marktkommunikation.
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Projektleitung Preisservice 2026
Andreas Habath
zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung, in Zusammenarbeit mit den IVD-Marktberichterstattern.
Kontakt für Rückfragen:
IVD Berlin-Brandenburg e.V.
E-Mail: info@ivd.berlin | Tel.: +49 (0)30 89 73 53 64
