Markteinblick City (Ost): Das Herz der Hauptstadt als Premium-Spitzenreiter

Mitte, Friedrichshain und Prenzlauer Berg – die City (Ost) ist nicht nur das kulturelle und politische Zentrum Berlins, sondern anhand der Daten aus dem Immobilienpreisservice des IVD Berlin-Brandenburg auch das unangefochtene preisliche Nonplusultra. Wer hier investiert oder mietet, bewegt sich im exklusivsten Segment, das die Spree-Metropole aktuell zu bieten hat.

Rekordjagd in der „Neuen Mitte“: Höchste Mieten, höchste Preise

Die City (Ost) festigt ihre Rolle als teuerstes Pflaster für Eigentumswohnungen in ganz Berlin. Mit einem Lagefaktor, der beeindruckende 31 % über dem Berliner Durchschnitt liegt, ist die Region der Magnet für nationale und internationale Investoren.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit insgesamt 324 registrierten Kauffällen bis zum dritten Quartal entfallen rund 17 % des gesamten Berliner Transaktionsvolumens auf diesen Bereich. Das entspricht einer Steigerung der Marktaktivität um 11,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Markt im Überblick: Preise und Mieten

In der Bezirksgruppe City (Ost) wurden im Herbst 2025 folgende Spitzenwerte erreicht:

  • Eigentumswohnungen: 6.500 €/m² (Durchschnitt über alle Segmente)
  • Mietwohnungen (Nettokalt): 11,61 €/m² (Berliner Höchstwert)

Die Bezirke im Fokus: Wo die Rekorde fallen

Mitte: Das preisliche Epizentrum

Der Bezirk Mitte führt das Ranking mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 7.230 € an. Wer hier eine bezugsfreie Wohnung sucht, muss im Schnitt sogar mit 7.840 €/m² rechnen. Auch bei den Mieten setzt Mitte die Benchmark: Mit einer Durchschnittsmiete von 13,69 €/m² ist es der teuerste Einzelbezirk Berlins. Absoluter Spitzenreiter sind Neubauten ab dem Baujahr 2005, die Rekordmieten von durchschnittlich 19,92 €/m² erzielen.

Friedrichshain: Miet-Hotspot für den Bestand

Friedrichshain zeigt eine außergewöhnliche Dynamik im Mietmarkt. Besonders in Altbauten und Bestandsgebäuden (bis 1989) werden hier teilweise Durchschnittsmieten von über 18,30 €/m² aufgerufen. Bei Eigentumswohnungen kletterten die Transaktionszahlen um starke 16 %, wobei bezugsfreie Objekte im Schnitt für 6.510 €/m² gehandelt werden.

Prenzlauer Berg: Stabil auf hohem Niveau

Der „Prenzlberg“ bleibt begehrt und teuer. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 6.230 €/m² und einem Plus von 11 % bei den Kauffällen zeigt sich der Markt hier äußerst solide. Neubauwohnungen sind auch hier der Preistreiber und liegen mit 15,04 €/m² Nettokaltmiete deutlich über dem allgemeinen Durchschnitt des Bezirks (10,34 €/m²).

Dynamik bei bezugsfreiem Wohnraum

Auffällig ist in der City (Ost) die hohe Verfügbarkeit für Eigennutzer: 75 % der angebotenen Eigentumswohnungen sind bezugsfrei. Dieser Status ist ein entscheidender Preisfaktor, denn vermietete Wohnungen werden mit einem erheblichen Abschlag gehandelt – sie kosten im Schnitt nur 70 % des Preises einer freien Wohnung. Das bietet Chancen für langfristig orientierte Kapitalanleger, während Eigennutzer für die sofortige Verfügbarkeit in diesen Top-Lagen bereit sind, signifikante Aufschläge zu zahlen.

Fazit: Das dynamischste Hochpreissegment Berlins

Der Markteinblick bestätigt: Die City (Ost) ist das Kraftzentrum des Berliner Immobilienmarktes. Die Kombination aus steigenden Preisen (bis zu +4,6 % bei bezugsfreien Wohnungen) und einer gleichzeitig hohen Transaktionszahl beweist die ungebrochene Anziehungskraft der zentralen Altbezirke. Trotz des hohen Preisniveaus scheint die Decke noch nicht erreicht – insbesondere der Neubau in Mitte kratzt bereits an der 20-Euro-Marke bei den Mieten.

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