Markteinblick Ost 2025: Große Chancen für Eigennutzer im „geerdeten“ Berliner Osten

Lichtenberg, Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen – die Bezirksgruppe Ost präsentiert sich laut dem Immobilienpreisservice des IVD Berlin-Brandenburg als spannendes Pflaster für Käufer. Während die Preise stadtweit oft stagnieren oder steigen, zeigt sich der Osten mit sinkenden Einstiegshürden bei gleichzeitig massiv anziehenden Verkaufszahlen. Ein Markt, der vor allem für Eigennutzer enorme Chancen bietet.

Ein Markt der Gelegenheiten: Transaktionsboom trotz Preisrückgang

Der Berliner Osten schwimmt aktuell gegen den Strom. Während die Preise in fast allen Segmenten leicht nachgeben – bei bezugsfreien Eigentumswohnungen etwa um 2,8 % – explodiert das Interesse an Immobilien in dieser Region förmlich. Die Anzahl der Kauffälle stieg bei Einfamilienhäusern um 16,7 % und bei Eigentumswohnungen um 15,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Mit einem Lagefaktor von -27 % im Vergleich zum Berliner Durchschnitt und Mieten von durchschnittlich 7,49 €/m² bleibt der Osten (gemeinsam mit Spandau) die erschwinglichste Gegend der Hauptstadt.

Der Osten im Preis-Check 

Die Durchschnittswerte der Region zeigen ein attraktives Einstiegsniveau für junge Familien und Investoren:

  • Einfamilienhäuser: 4.910 €/m²
  • Eigentumswohnungen: 3.660 €/m²
  • Mietwohnungen (Nettokalt): 7,49 €/m²

Ein Blick in die Ortsteile:

  • Lichtenberg (inkl. Karlshorst & Rummelsburg): Der „Premium-Bezirk“ im Osten. Hier kosten Häuser im Schnitt 6.320 €/m². Bemerkenswert: Entgegen dem regionalen Trend stiegen hier die Preise für bezugsfreie Wohnungen um 3,0 %.
  • Marzahn (inkl. Biesdorf): Hier gab es mit -5,1 % einen der stärksten Preisrückgänge bei Einfamilienhäusern. Dennoch erreichen Neubauten (ab 2005) hier Spitzenmieten von bis zu 10,40 €/m².
  • Hellersdorf (inkl. Kaulsdorf & Mahlsdorf): Ein stabiler Hafen für Mieter (7,79 €/m²). Eigentumswohnungen sind hier mit ca. 3.320 €/m² besonders erschwinglich.
  • Hohenschönhausen: Der Preis-Leistungs-Sieger für Mieter. Mit 6,83 €/m² findet man hier das niedrigste Mietniveau der gesamten Bezirksgruppe.

Experten-Einschätzung: Der Markt ist wieder „geerdet“

Thomas Zocholl, IVD Marktberichterstatter und Geschäftsführer von Zocholl Immobilien, sieht in der aktuellen Entwicklung eine gesunde Korrektur:

„Der Immobilienmarkt im östlichen Teil Berlins zeigt sich nach den Boomjahren wieder geerdet, mit stabiler Nachfrage und einem insgesamt soliden Preisniveau. Wöchentlich erreichen uns als Immobilienmakler neue, initiativ eingereichte Suchanfragen. Besonders gefragt sind weiterhin Wohnungen und Häuser zur Eigennutzung.“

Dass dieser Bedarf zu konkreten Projekten führt, belegt ein aktuelles Beispiel aus der Praxis: In Berlin-Wartenberg vermittelte Zocholl ein Grundstück, auf dem nun durch einen Neubau gleich zwei Familien ein neues Zuhause finden. „Der Bedarf an Wohnraum in der Region wird auch künftig hoch bleiben“, betont Zocholl.

Fazit: Strategischer Vorteil für Eigennutzer

Wer den Traum von den eigenen vier Wänden in Berlin noch nicht aufgegeben hat, sollte den Blick nach Osten richten. Die Kombination aus sinkenden Preisen und einer hohen Marktdynamik macht Hellersdorf, Marzahn & Co. derzeit zu einem „Käufermarkt“. Besonders die hohe Nachfrage nach Eigennutzung zeigt, dass der Osten als Wohnstandort massiv an Attraktivität gewinnt – weit über das Image der vergangenen Jahrzehnte hinaus.

Thomas-Zocholl
Thomas Zocholl

Zocholl Immobilien GmbH

Thomas Zocholl, Geschäftsführer der Zocholl Immobilien GmbH, zählt zu den 20 exklusiv beauftragten Marktwertermittlern des IVD. 

Langhansstraße 28, c/o GESOWORX | 13086 Berlin

Tel.: 030 – 56 499 626

E-Mail: info@zocholl-immobilien.de

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