Intelligente Messsysteme als digitale Antwort auf dezentrale Erzeuger

Smart Metering
Die Energiewende ist im vollen Gange; wo früher eine zentrale und statische Energieerzeugung stattfand, haben wir heute fluktuierende Prozesse, bei denen Millionen von Haushalten als Erzeuger agieren.

Während früher rund 500 Kraftwerke die bundesweite Stromversorgung sicherstellten, ist das Energiesystem heute zunehmend von einer Vielzahl sogenannter Prosumer geprägt, die Strom dezentral erzeugen, verbrauchen und teilweise auch speichern. Dies trägt dazu bei, dass wir einen Anteil an der Nutzung erneuerbarer Energien erreichen, der zuvor nicht möglich war. So konnte in den ersten drei Quartalen 2025 mehr als 55 % des Stromverbrauchs in Deutschland durch erneuerbare Energien abgedeckt werden.

Wenn immer mehr Haushalte eigenen Strom produzieren, bedarf es digitaler Lösungen, um bestimmen zu können, ob der Haushalt Strom ins Netz einspeist, ihn aus dem Netz bezieht oder gerade genauso viel erzeugt, wie er verbraucht. In diesen Situationen würde er das Netz gar nicht in Anspruch nehmen. Digitale Mess- und Steuerungstechnik kann auch dafür benötigt werden, zu entscheiden, ob Strom sinnvoller ins Netz eingespeist oder vor Ort in stationären Batterien oder im eigenen E-Auto zwischengespeichert wird. Erzeugung und Verbrauch erfassen und bedarfsgerecht die Stromzufuhr regulieren: Smart Metering bietet diese Lösung.

Steuerboxen ermöglichen Entlastung

Intelligente Messsysteme (iMSys), wie jene von Techems Partner inexogy, bestehen aus einer modernen Messeinrichtung und dem sogenannten Smart Meter Gateway. In Verbindung mit einer zusätzlichen Steuerbox können die intelligenten Systeme nicht nur Daten erfassen und übertragen, sondern auch Steuerbefehle empfangen und verarbeiten: Das Messsystem wird zum digitalen Netzanschluss.

So wird einerseits transparent, wann Strom erzeugt oder verbraucht wird. Andererseits profitieren Endkunden vom Betrieb ihrer Wärmepumpe und laden ihr E-Auto kostengünstig, wenn gerade Wind und Sonne Strom im Überfluss und damit zu günstigen Preisen erzeugen. Denn Steuerboxen können gezielt Wärmepumpen und Wallboxen in Betrieb nehmen, wenn der Strom günstig zur Verfügung steht. So werden auch die Netze entlastet. Sie können aber bspw. auch PV-Anlagen drosseln oder sogar ganz vom Netz nehmen, wenn das Stromnetz voll ist und entlastet werden muss.

Alles aus einer Hand

Die Vorteile für die Endkunden gehen einher mit Vorteilen für die Wohnungswirtschaft. Wenn Photovoltaikstrom genutzt wird, ermöglichen intelligente Messsysteme die Umsetzung der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung. Investieren Wohnungsbaugesellschaften in eine PV-Anlage und bieten den Solarstrom ihren Mietenden an, profitieren die Mietenden vom günstigeren Solarstrom vom Dach, was sowohl die Mieterbindung als auch die Attraktivität der Immobilie steigert. Techem und inexogy bieten dabei den Messstellenbetrieb und die Solarstromabrechnung direkt aus einer Hand an.

Gemeinsam mit inexogy treibt Techem aktuell den Rollout intelligenter Messsysteme voran, um mit den Daten von perspektivisch 1,5 Millionen intelligenten Messsystemen das Energiesystem effizienter und nachhaltiger zu gestalten und auch Mietende an den Vorteilen der Energiewende partizipieren zu lassen. Weitere Infos finden Sie unter Techem Smart Metering.

Techem Immobilienservices

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